
Beim Schreiben des Blogs stelle ich fest, dass dieser Tag, an dem irgendwie nichts geklappt hat, ausgerechnet unser 13. Umbau-Tag ist. Damit hängt das also zusammen, nun wird mir einiges klar.
Der Plan für heute war: Heckfenster einbauen. Wir haben uns die Videos angeschaut, sieht recht einfach aus und freuen uns darauf, dass sie heute Abend drin sind. Erste Schwierigkeit: die Fenster sind abgerundet und haben keine Ecken, wir können also nicht einfach an den Fensterecken vier Löcher in die Karosse bohren und dann von außen sägen. Von innen ist aber kein Platz für die Stichsäge, weil die Karosse gewölbt ist. Darüber hinaus ist das Rahmenmaß oben anders als unten, da dort auch das Scharnier befestigt ist, mit dem das Fenster gehalten und geöffnet wird. Symmetrie können wir also auch vergessen. Zudem ist eine Einbauanleitung leider Fehlanzeige. Wir ahnen, dass das richtig friemelig wird. Gut, dann erstmal eine Schablone gebaut und angezeichnet, von innen natürlich nur. Der Rahmenbau folgt, damit das auch alles zusammenpasst, bevor wir ein nicht mehr zu veränderndes Loch gesägt haben. Wir experimentieren mit Kreissägen-Winkeln, weil im Fahrzeug kein Platz für einen viereckigen Rahmen ist. Nach einigem hin und her haben wir endlich ein Oktaeder, das um das Fenster herum passt. Nicht perfekt, aber je mehr wir an den Schrauben herum tüfteln, desto mehr verzieht sich der Rahmen an Stellen, die eigentlich nicht betroffen sind. Wir sind frustriert und entscheiden, dass ein bisschen Spiel hier bestimmt nicht schaden kann. Weiter zu den Ausschnitten. Die Geraden sägen wir so gut es geht (es geht nicht gut) mit dem Multitool. Immerhin können wir jetzt sehen, wo ungefähr außen die Schablone hin muss. Wir probieren doch nochmal die Stichsäge, es wird schon einen Grund geben, weshalb die in den Videos immer verwendet wurde. Den gibt es auch, es geht deutlich einfacher. Wir bohren ein Loch vor, sodass das Sägeblatt durchpasst und sägen die Geraden von innen so weit es geht. Dann kleben wir außen sicherheitshalber alles ab und sägen die Rundungen nach. Müsste jetzt ja eigentlich passen, schließlich haben wir die Schablone vom Fenster genommen. Passt aber nicht. Der Frust wird größer. Inzwischen ist es dunkel und wir behelfen uns mit einem Flutscheinwerfer im und einem außerhalb des Fahrzeugs, damit wir noch was sehen. Erst einmal sägen wir noch den zweiten Ausschnitt, bevor wir uns an den Feinschliff machen. Beide Ausschnitte sind sehr ordentlich geworden, das Fenster passt aber nicht hinein. Wir stellen fest, dass sich am Scharnier drei Schrauben befinden, die nicht bündig abschließen und flexen an den Stellen drei Aussparungen in den Ausschnitt. Passt immer noch nicht. Also wird hier und da noch ein bisschen weiter geflext, auch Alex‘ Finger kommt mal in den Genuss. Mit Pflaster versorgt beschließen wir, dass wir heute höchstens noch Dinge verschlimmbessern und fahren Dickie in die Halle, um uns morgen im Tageslicht dem Ausschnitt zu widmen. Wir sind ordentlich frustriert, so schwierig hätten wir uns das nicht vorgestellt.
Ergebnis: immerhin zwei formschöne Löcher in den Hecktüren